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Gebäude des Hochschulteams Stuttgart

 

Mit den Siegen in den Einzeldisziplinen „Innovation“ und „Technik und Konstruktion“ und der Bronzemedaille in der Gesamtwertung, konnte das Team der Hochschule für Technik aus Stuttgart am Ende ein zufriedenes Fazit des Solar Decathlon Europe ziehen.

Der Entwurf "home+" punktete auch bei den solaren Systemen und sorgte am Ende für fröhliche Stimmen aus dem Ländle: "Wir sind alle sehr glücklich mit unserem Podestplatz in dieser Weltmeisterschaft!" - so das Team auf seiner Website.

Architektur

Der Entwurf des Teams Stuttgarts vereint traditionelle bauliche Grundprinzipien mit modernen Materialien und Technologien. Ausgangspunkt ist ein kompaktes und sehr gut gedämmtes Gebäudevolumen, das aus einzelnen Modulen besteht, die mit etwas Abstand zueinander angeordnet werden. Die entstehenden Fugen werden für die Belichtung, Belüftung, Vorwärmung im Winter und für die passive Kühlung im Sommer genutzt.

Eine besondere Rolle spielt dabei der „Energieturm“, der im Zusammenspiel von Wind und Verdunstungskühlung das Innenraumklima positiv beeinflusst. Hierbei werden altbekannte Grundprinzipien traditioneller Vorbilder aus heißen und trockenen Regionen genutzt, wie der Windtürme im arabischen Raum und der in Spanien weitverbreiteten Patios. In der Kombination mit heute verfügbaren neuen Materialien und Technologien entsteht ein Element, das hohen Komfort bei niedrigem Energieverbrauch ermöglicht und gleichzeitig die gestalterische und räumliche Wahrnehmung des Gebäudes maßgeblich prägt.

 

Energiekonzept

Im Innenraum erhöhen Phasenwechselmaterialien (PCM) die thermisch wirksame Masse der aus Holz gefertigten Module. Um den niedrigen Restenergiebedarf zu decken, wird die gesamte Gebäudehülle solar aktiviert: Das Dach und die Ost- und Westfassaden werden mit einer zweiten Haut aus Solarstrommodulen zur Stromerzeugung versehen. Damit wird das Gebäude zum »Plusenergiehaus«. Die Energiehülle erzeugt tagsüber Strom und stellt zusätzlich nachts Kälte bereit. Dazu wird Wasser aus einem Rückkühlspeicher durch Rohre hinter den Modulen auf dem Dach gepumpt. Durch die Abstrahlung gegen den Nachthimmel kühlen die Module aus und entziehen dem dahinter vorbeifließenden Wasser Wärme. Das so gekühlte Wasser wird zur Regenerierung der PCM-Decke im Gebäudeinneren, zur direkten Kühlung des Fußbodens und zur Rückkühlung einer kleinen, neu entwickelten reversiblen Wärmepumpe genutzt, die zur Abdeckung von Spitzenlasten vorgehalten wird. Diese Kombination aus Solarstrommodul und »Kälte-Kollektor« wurde eigens entwickelt. Der modulare Aufbau des Gebäudes ermöglicht die Weiterentwicklung zu einem variablen Bausystem.

Innovation

  • Solarstrommodule mit zwei verschiedenfarbigen Zellentypen in einem Modul
  • Multifunktionale Gebäudefugen (Energieturm mit adiabater Kühlung und Solarkamin)
  • Kühlfunktion der Solarstrommodule in Verbindung mit einem wasserführendem System und PCM
  • Reversible Kleinwärmepumpe
     

Wettbewerbsperformance

Gesamtwertung: 3. Platz

Einzeldisziplinen:

  • Erster Preis in „Innovation“
  • Erster Preis in „Technik und Konstruktion“
  • Zweiter Preis in „Hausgeräte und Funktionalität“
  • Zweiter Preis in „Solare Energiesysteme“
  • Dritter Preis in „Nachhaltigkeit“.

Zu besichtigen

Ab 27. Juli 2010 an der HFT Stuttgart auf dem Parkplatz an der Breitscheidstraße, Ecke Holzgartenstraße (gegenüber der Liederhalle) in 70174 Stuttgart. Anmeldung erbeten unter annette.kunz-engesser(at)hft-stuttgart.de oder jan.cremers(at)hft-stuttgart.de.

Bildnachweise

Fotos: HFT Stuttgart


Zusätzliche Informationen:

Solar Decathlon Europe 2010

Hier gelangen Sie zur Präsentation des Solar Decathlon Europe 2010.

Hier geht es zum Videotagebuch des Wettbewerbs.

 

Animation

Flash ist Pflicht!

Animierte Visualisierung des Gebäudes aus Stuttgart

 

Präsentation der Gebäudeprototypen

Hier finden Sie detaillierte Informationen zu den Gebäudeprototypen der vier deutschen Hochschulteams:

Gebäude aus Rosenheim

Gebäude aus Stuttgart

Gebäude aus Wuppertal

Gebäude aus Berlin

 

Links

Die offizielle Website zum Wettbewerb:

www.sdeurope.org

Die Projektwebsites der vier deutschen Hochschulteams:

Team Rosenheim

Team Stuttgart

Team Wuppertal

Team Berlin