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BMWi-Preis 2014 »Schule 2030 - Lernen mit Energie«

Die feierliche Preisverleihung fand am Abend des 20. Mai 2014 im Rahmen der Berliner Energietage statt. Nach 2009 und 2011 war der BMWi-Preis 2014 dann im November 2013 zum dritten Mal ausgelobt worden, diesmal als Ideenwettbewerb für vorbildhafte Schulprojekte in Neubau und Sanierung. Die eingereichten Planungsentwürfe mussten vor der multidisziplinär besetzten Jury gestalterisch, konzeptionell und technologisch überzeugen. Am Wettbewerb teilnehmen konnten Architekten, Fachplaner, Schulträger oder Arbeitsgemeinschaften.

Die Planungen zeichnen sich durch anspruchsvolle energetische Konzepte aus und zeigen, wie Schulbauten als Null- oder Plusenergiegebäude einen extrem geringen Energiebedarf bei gleichzeitig gutem Raumklima haben können. Neben einer hohen Energieeffizienz und einer weitestgehenden regenerativen Energieversorgung, die auch eine innovative Nutzung von Energieüberschüssen berücksichtigt, zeigen die prämierten Planungskonzepte einen hohen Wärmeschutz, effiziente Frischluftversorgung, optimierte Lichtversorgung sowie integrale und partizipative Konzepte in Planung und Betrieb.
 

 
Markus Kratz vom Projektträger Jülich übergab die Preise an die Planungsteams der sechs prämierten Schulbauprojekte. Neben einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro erhielten die Preisträger eine Urkunde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

++ Die Preise in der Kategorie Sanierung ++

Sanierung des Schul- und Sportzentrums in Lohr

Mit Sonderpreis für das innovative Lüftungskonzept

Das Schul- und Sportzentrum mit Schwimmbad und Sporthalle stammt aus den 1970er Jahren und wird jetzt mit einer Vielzahl innovativer Maßnahmen grundlegend als Plusenergie-Gebäudeensemble saniert.

Details zum prämierten Schulprojekt in diesem Poster

Sanierung des Berufskollegs Detmold zur Plusenergieschule

Mit Sonderpreis für das innovative Beleuchtungskonzept

Das Gebäude der 1950er Jahre soll ein zeitgemäßes Gesicht erhalten und gleichzeitig mehr Energie erzeugen als es selbst benötigt. Es überzeugt auch mit guter natürlicher und künstlicher Beleuchtung. 

Details zum prämierten Schulprojekt in diesem Poster

Sanierung der Schule in Reutershagen zur Plusenergieschule

Bei der Sanierung des Schulzentrums nach Plusenergiestandard wird ein Neubau mit dem Altbau verbunden. Der Einsatz vorgefertigter Fassadenelemente ermöglicht die Sanierung im laufenden Schulbetrieb.

Details zum prämierten Schulprojekt in diesem Poster

Sanierung der Uhlandschule in Stuttgart-Rot zur Plusenergieschule

Mit der Sanierung zur Plusenergieschule mit hybridem Lüftungskonzept wird historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig der komplette Energiebedarf bilanziell über regenerative Energien bereitgestellt. 

Details zum prämierten Schulprojekt in diesem Poster

++ Die Preise in der Kategorie Neubau ++

Neubau einer CO2-neutralen Grundschule in Ostfildern

Mit Sonderpreis für die innovative Energieversorgung

Diese Grundschule will CO2-neutral werden. Das Planungskonzept überzeugt durch klare architektonische Lösungen. Besonders interessant ist die Integration weitere Gebäude in einen thermischen und elektrischen Energieverbund.

Details zum prämierten Schulprojekt in diesem Poster

Neubau des Plusenergie-Gymnasiums in Neumarkt in der Oberpfalz

Mit Sonderpreis für den innovativen, partizipativen Planungsprozess

Für die Planung dieser Plusenergieschule viele Nutzergruppen, auch die Schüler, in die Planungs- und Bauprozesse eingebunden. Auch die Lehr- und Lernprozesse sollen von dem energetisch ambitionierten Gebäude profitieren.

Details zum prämierten Schulprojekt in diesem Poster

++ Sonderpreis Wärmeschutzkonzept ++

Energetische Sanierung der Grundschule in Weimar

Sonderpreis für das innovative Wärmeschutzkonzept

Diese Schule soll künftig die Anforderungen der EnEV 2009 um 40% unterschreiten. Aus Gründen des Denkmalschutzes muss der Wärmeschutz innen mit Mineraldämmplatten realisiert werden. Weitere Maßnahmen reduzieren die Wärmebrücken konsequent und auch die historischen Verbundfenster werden energetisch modernisiert.

Details zum prämierten Schulprojekt in diesem Poster

Energieeffiziente Schulen mit Multiplikatoreffekt

Der Lern- und Lebensraum Schule soll optimale Lernbedingungen bieten. Investitionen in das Lernklima kommen hier direkt der Zukunft unserer Kinder und letztlich uns allen zugute. Die Forschungsinitiative EnOB setzt daher einen besonderen Akzent auf die »Energieeffiziente Schule«. Damit sollen Grundlagen für zukunftsorientierte Schulgebäudekonzepte auf Basis von Modellprojekten entwickelt werden. Beispielhaft werden Lösungen erprobt, mit denen eine deutlich verbesserte Energieeffizienz bei gleichzeitiger Komfortsteigerung sichergestellt werden kann. Die prämierten Schulbauten nehmen im weiteren Projektverlauf an einer zweijährigen wissenschaftlichen Evaluierung teil.

Zum EnOB-Forschungsakzent »Energieeffiziente Schule«
 


Zusätzliche Informationen:

Wettbewerbsorganisation

Der Wettbewerb wurde durchgeführt von dem Begleitforschungsteam »Energieeffiziente Schule« des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP).

Konzeption und Organisation

Hans Erhorn und Johann Reiß
Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Nobelstr. 12, 70569 Stuttgart

Kontakt

Johann Reiß
johann.reiss(at)ibp.fraunhofer.de
Tel. +49 (0)711/970-3337

 

Termine

13. November 2013
Auslobung auf dem 3. Kongress »Zukunftsraum Schule« in Stuttgart

13. November 2013
Verfügbarkeit der Teilnehmerunterlagen

28. Februar 2014
Abgabefrist für die einzureichenden Unterlagen

10. April 2014
Preisgericht

20. Mai 2014
Preisverleihung im Rahmen der »Berliner Energietage«

 

Die Jury

+ Prof. Peter Hübner
Hübner Forster Hübner Remes Freie Architekten

+ Prof. Andreas Wagner
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

+ Hans Erhorn
Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP)

+ Roman Alexander Jakobiak
daylighting.de, Berlin

+ Doris Laase
Projektträger Jülich

 

Die Broschüre

Auf 44 Seiten werden in dieser Broschüre die Entwürfe und Energiekonzepte der Preisträger vorgestellt. Preis 9,90 Euro.

Zur Broschüre