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Stadtbibliothek Nürnberg – Umbau mit Generalsanierung

Rahmenprojekt EnSan
Stadtbibliothek Nürnberg – Umbau mit Generalsanierung

Das ursprüngliche Luitpoldhaus aus dem Jahr 1911 …

© Stadt Nürnberg

Gebäudesteckbrief

Projektstatus Geplant
Standort90402 Nürnberg, Bayern
Baujahr1911/1956
Saniert2010
BauherrStadt Nürnberg, Hochbauamt
Bruttogrundfläche8.200 m2
Beheizte Nettogrundfläche6.500 m2
Bruttorauminhalt28.000 m3
A/V vor Sanierung0,23 m2/m3
A/V nach Sanierung0,30 m2/m3
Schwerpunkte

Projektbeschreibung

Mit Hilfe des Stadterneuerungsprogramms konnte 2003 ein Jahrzehnte dauerndes Ringen um die Einrichtung und Finanzierung einer Zentralbibliothek in Nürnberg beendet werden. Jetzt sollen in den nächsten Jahren die großen städtischen Bibliotheken, die Zentralbibliothek, die Bibliothek Egidienplatz und die Musikbibliothek unter einem Dach am Nürnberger Gewerbemuseumsplatz zusammengefasst werden.

Die südliche Altstadt ist mit der Volkshochschule, diversen Museen und Kultureinrichtungen sowie zwei größeren Kinos ein soziokulturelles Zentrum von Nürnberg, das mit dem geplanten Projekt städtebaulich aufgewertet werden soll.

Schrittweise werden in den nächsten Jahren der Umbau und die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Konservatoriums und des Luitpoldhauses zur Zentralbibliothek umgesetzt. Im ersten Bauabschnitt wird das Konservatorium zum Erweiterungstrakt der Stadtbibliothek umgebaut. Hiermit wurde im Herbst 2003 nach umfangreicher Schadstoffbeseitigung begonnen. In Zukunft finden hier Verwaltung, Lektorat und Werkstätten ihren Platz. Im zweiten Bauabschnitt wird das in erster Linie von der Öffentlichkeit genutzte Luitpoldhaus erweitert und saniert. Die Umsetzung beider Bauabschnitte ist bis 2009 geplant.

Sanierungskonzept

Zunächst wird der Mittelbau des nördlichen Baukörpers abgerissen und ein neuer Zwischenbau eingefügt, um die Eingangssituation verbessern und den Freihandbereich erweitern zu können. Das Dachgeschoss wird ebenfalls entfernt und der Baukörper um zwei Geschosse aufgestockt – dies entspricht der ursprünglichen Kubatur. Komplettiert werden diese Arbeiten durch eine bauliche und anlagentechnische Komplettsanierung und den Anbau eines neuen Treppenhauses.

Bei dem Projekt sollen konsequent energieeffiziente Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster) mit innovativer Anlagentechnik verknüpft werden. Die restauratorischen Ansprüche an Temperatur und Luftfeuchte in den Magazinen und im Lesesaal für mittelalterliche Handschriften stellen besondere Ansprüche an das bauklimatische Konzept. Mit Hilfe von Simulationsrechnungen soll durch weitgehende Nutzung passiver Effekte der Energieaufwand gering gehalten und gleichzeitig eine Sicherung des Raumklimas für den Buchbestand gesichert werden.

Insgesamt sollen die raumklimatischen, die bau- und raumakustischen sowie die visuellen Verhältnisse für Nutzer und Personal verbessert werden. Besonderer Schwerpunkt ist hierbei die Feuchtespeicherung der Raumschließungsflächen sowie der Bücher und Handschriften in der Berechnung der Tages- und Jahresgänge von Temperatur und Luftfeuchte. Die in den Handschriftenmagazinen und im Lesesaal bestehenden raunklimatischen Anforderungen sollen soweit möglich mit passiven Maßnahmen unter Einbeziehung regenerativer Energien erfüllt werden.

Energiekonzept

Mit dem Projekt soll das neue Gebäudeensemble die EnEV 2007 um mindestens 30% unterschreiten, und zwar bezogen auf die Primärenergieanforderungen für Neubauten und die Transmissionswärmeverluste. Die Planung sieht also außen eine sehr gute Wärmedämmung vor, zwischen Bereichen mit unterschiedlichen raumklimatischen Anforderungen wird es auch einen Wärmeschutz geben. Im übrigen wird auf massive Bauweise gesetzt und bei Bereichen mit besonderen raumklimatischen Anforderungen werden feuchtespeichernde Materialien eingesetzt. Die Fensterflächen werden je nach Nutzung gewählt: Freihand- und Lesebereiche erhalten große Fensterflächen, bei den Magazinen und dem Handschriftenmagazin sowie dem Ausstellungsraum wird auf Fenster verzichtet, der Handschriftenlesesaal wird mit nur wenig Fensterflächen ausgestattet.

Die Wärmeversorgung setzt auf Fernwärme, die über Wärme aus Solarkollektoren ergänzt wird. Die Wärmeübergabe an die Räume erfolgt über Flächenheizungen und nur teilweise über Heizkörper.

Gekühlt wird mit Grundwasser und adiabater Kühlung. Die Wärmeübertragung erfolgt hier über Wand- und Deckenkühlung sowie Lüftungskühlregister.

Die Lüftung wird teilweise über dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärme- und Feuchterückgewinnung organisiert – im Handschriftenlesesaal, im Ausstellungsraum und in den Büros der Konservatoren setzt man hier auf ein Klima-Zentralgerät mit Wärmerückgewinnung, adiabatischer Kühlung und Entfeuchtung auf Absorptionsbasis.

Performance

Informationen hierzu im weiteren Projektverlauf.

Optimierungsmaßnahmen und –möglichkeiten

Informationen hierzu im weiteren Projektverlauf.

Baukosten und Wirtschaftlichkeit

Informationen hierzu im weiteren Projektverlauf.

Energiekennzahlen

Gemessene Energiekennwerte (in kWh/m2a)vor Sanierungnach Sanierung
Endenergie Wärme121,00
Primärenergie gesamt181,00

Zusätzliche Informationen:

  • Stadtbibliothek Nürnberg – Umbau mit Generalsanierung
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