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07. Jan 2008 - Neuer EnOB-Forschungsbereich startet: Energetische Betriebsoptimierung von Gebäuden (EnBop)

Rahmenprojekt EnBop

Ausführliche Beschreibung

In dem neuen Forschungsbereich werden mehr als zwanzig, im gewöhnlichen Planungskontext entstandene und bereits seit einiger Zeit genutzte Büro- und Verwaltungsgebäude im laufenden Betrieb auf den Prüfstand gestellt. Anschließend soll die Gebäude-Performance mit einfachen, nicht-investiven Mitteln optimiert werden. Für jedes Gebäude wird ein individuelles Konzept entwickelt, mit dem der Energieverbrauch reduziert und die Komfortsituation verbessert wird. Das mit dem Projekt beauftragte Institut für Gebäude- und Solartechnik der TU Braunschweig (IGS) setzt dabei auf ein interdisziplinär besetztes Team aus Architektur, Fachplanung, Psychologie, Medizin, Immobilienwirtschaft und Informatik, um die unterschiedlichen Faktoren für einen optimierten Gebäudebetrieb evaluieren zu können. Hierbei wird für die Gebäude jeweils eine Grobanalyse erstellt, mit der Energieverbrauch, Komfortsituation, Nutzerzufriedenheit und effektives Gebäudemanagement skizziert wird. Die Ergebnisse fließen in ein Konzept für die Evaluierung, mit der auf Basis einer auf das jeweilige Gebäude bezogenen Analyse die Schwachstellen genauer untersucht werden.

Weil innovative Gebäudekonzepte und –technologien in der Praxis oft nur eingeschränkt funktionieren und ihr Komfort- und Energieeffizienzpotenzial nicht voll ausspielen können, bleibt speziell der Faktor Energieeffizienz meist hinter den Möglichkeiten zurück. 30 bis 40 Prozent des Strom- und Wärmeverbrauchs können in vielen Gebäuden mit nicht- oder geringinvestiven Maßnahmen eingespart werden.

Hintergrund

In der Planungsphase werden Büro- und Verwaltungsgebäude oft als „innovativ“, „ökologisch“ oder intelligent“ etikettiert. Wenn die Gebäude gebaut und in Betrieb genommen sind, enden meist Berichterstattung und Dokumentation. Die von den Planern verabreichten Etiketten bleiben – unabhängig vom tatsächlichen Erfolg des Gebäudekonzepts im realen Nutzungsalltag. Verschiedene Untersuchungen haben deutlich gemacht: Die Performance von Gebäuden bleibt oft deutlich hinter den in der Planungsphase gesetzten Zielvorgaben zurück. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn heutige Nichtwohngebäude sind – insbesondere bei hohem Komfortniveau und im Zusammenspiel mit individuellen Nutzungsprofilen – recht komplexe „Systeme“. In dem Sinne sind Gebäude oftmals individuell geplante und gefertigte Prototypen, deren Inbetriebnahme eine Phase der intensiven Einregulierung und Optimierung beinhalten sollte. Hier setzt der neue Forschungsbereich EnBop an.


Zusätzliche Informationen:

Ansprechpartner

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Johannes Lang
EnOB-Redaktion
FIZ Karlsruhe - Büro Bonn
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
Tel. 0228 92379-20
redaktion(at)enob.info

 

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