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03. Sep 2007 - Begleitforschung für Neubau- und Sanierungsprojekte wird neu aufgestellt

Kurzübersicht
Mit der Zusammenlegung von Aufgaben und mit einem neuen Team will man in der Modellprojekt begleitenden Forschung und Analyse die Synergien zwischen Neubau und Sanierung konsequenter nutzen
Ausführliche Beschreibung
Es gibt in EnOB ein neues Team für die Modellprojekt übergreifende Analyse und Forschung. Während bislang die Modellprojekte aus den Bereichen Neubau (EnBau) und Sanierung (EnSan) in getrennten Teams wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wurden, will man jetzt mit der Zusammenlegung Synergieeffekte erzielen und zugleich neue Akzente setzen.
Zwischen den Bereichen Neubau und Sanierung gibt es in der Planungs- und Baupraxis bei allen Unterschieden doch viele Gemeinsamkeiten, deshalb sollen die entsprechenden Forschungsbereiche fortan gemeinsam evaluiert werden. Für die EnOB-Forschung gilt es jetzt auch die Dokumentationsstruktur anzupassen und eine einheitliche Methodik zur Analyse von Energiebedarf und –verbrauch zu entwickeln. Hierbei gilt ein besonderes Augenmerk dem Begriff der „Nullenergiegebäude“, die in den Bereichen EnBau und EnSan eine besondere Rolle spielen werden.
Das neue Begleitforschungsteam
Das Team um Prof. Karsten Voss hat schon umfangreiche Erfahrungen mit der wissenschaftlichen Begleitung der Modellprojekte aus dem Neubaubereich (EnBau). Die Personen und Schwerpunkte im Einzelnen:
Prof. Karsten Voss (im Bild vorne rechts)
Koordination + Schwerpunkte: „Nullenergiegebäude“, Lebenszykluskosten, Performance-Bewertung
Fachgebiet Bauphysik und technische Gebäudeausrüstung (btga), Bergische Universität Wuppertal
Prof. Andreas Wagner (im Bild vorne links)
Schwerpunkte: Nutzerakzeptanz, thermischer Komfort, Betriebsoptimierung, Performance-Bewertung
Fachgebiet Bauphysik und Technischer Ausbau (fbta), Universität Karlsruhe
Prof. John Grunewald (im Bild hinten links)
Schwerpunkte: Baustoffliche und konstruktive Lösungen, Weiterentwicklung von Simulationsverfahren
Institut für Bauklimatik (IBK), Technische Universität Dresden
Sebastian Herkel (im Bild hinten rechts)
Schwerpunkte: Entwicklung und Betrieb einer Gebäudedatenbank als Archiv für wissenschaftliche Zwecke, Langzeitmonitoring von Modellprojekten
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, Gruppe Solares Bauen, Freiburg
Hintergrund: Ziel von EnOB – Forschung für Energieoptimiertes Bauen – ist die Erprobung von innovativen Gebäudekonzepten und Technologien in Modellprojekten. Im Bereich EnBau werden Büro- und Verwaltungsgebäude sowie öffentliche und gewerbliche Gebäude mit minimalem Energiebedarf geplant und gebaut. Im Bereich EnSan werden ambitionierte Sanierungskonzepte für verschiedene Gebäudetypen erprobt. In Neubau- und Sanierungsprojekten werden zudem innovative Technologien eingesetzt. Die Gebäude werden zwar völlig normal genutzt, jedoch über eine Nutzungsdauer von etwa zwei Jahren nach Inbetriebnahme wissenschaftlich evaluiert und im laufenden Betrieb optimiert. Detaillierte Performance- und Komfortmessungen sowie Kostenanalysen liefern für diese Objekte verlässliche Erfahrungen und Daten, die – Projekt übergreifend analysiert und aufbereitet – eine Basis schaffen können für die breite Marktanwendung neuer Gebäude- und Sanierungskonzepte sowie für den Einsatz innovativer Materialien, Technologien und Systeme.

