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20. Okt 2007 - Solar Decathlon 2007: 1. Preis geht nach Darmstadt

Rahmenprojekt EnBau
Siegerehrung beim Solar Decathlon 2007. Das Team von der TU Darmstadt konnte in Washington D.C. den ersten Preis gewinnen.

Ausführliche Beschreibung

Urteil der Jury

Die Juroren der einzelnen Disziplinen waren voll des Lobes für den Beitrag der TU Darmstadt, die in den vier Teildisziplinen Architektur, Beleuchtungskonzept, Technik und Energiebilanz einen souveränen ersten Platz belegte. Die Jury aus Ingenieurwissenschaftlern bescheinigte dem Projekt ein Maximum an Innovation. Auch in der Energiebilanz lautet das Urteil "perfekt".

Kompromisslose Wettbewerbsbedingungen

Die Wettbewerbsvorgaben fordern vollständig energieautarke Gebäude und limitieren zudem die Grundfläche des Hauses auf 75 m². So musste man bei dem Haus der TU Darmstadt schließlich mit nur ca. 55 m² Wohnfläche auskommen. Um auf derart geringem Raum so viel Platz wie möglich zu schaffen, sind alle Möbel in die Bodenplattform integriert und lassen sich bei Bedarf vollständig verstauen. Der geschlossene Kern mit Küche und Bad ist auf ein Mindestmaß reduziert - bei Bedarf kann er ausgefahren und zum Duschen oder für Koch-Events vergrößert werden. Bei der Wahl der Materialen standen nachwachsende, naturnahe bzw. recycelbare Stoffe im Vordergrund. Alle zum täglichen Leben notwendige Energie muss allein die Sonne liefern.

Innovative Technik für das Nullenergiegebäude

Das Gebäude ist gespickt mit neuen Technologien und Konzepten: Vakuumdämmung (VIP), thermoaktive Bauteilsysteme mit Phase Change Materials (PCM), in die Fassade und das Dach integrierte Solarstromerzeugung (PV) und vieles mehr sollen für eine in der Jahresfrist ausgeglichene Energiebilanz sorgen. Das Haus wurde modular konzipiert, um es für den Wettbewerb in die USA transportieren zu können.

Leistungsshow mit öffentlicher Unterstützung

Das Projekt fand schnell Interesse bei den vielen Unternehmen, die Unterstützung mit Rat und Tat boten. Auch das Bundesbauministerium (BMVBS) förderte Arbeiten und Studien zum Projekt. Und jetzt wird die Performance des High-Tech-Gebäudes im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Forschungsprogramms „EnOB – Forschung für energieoptimiertes Bauen“ im regulären Gebäudebetrieb und über mehrere Jahre detailliert vermessen und optimiert. Weitere Informationen zu dem EnBau-Modellprojekt gibt es in Kürze auf dieser Website hier.


Zusätzliche Informationen: