Hauptinhalt:
10. Okt 2007 - EnOB-Workshop diskutiert Messlatte für „Nullenergiegebäude“

Kurzübersicht
Etwa sechzig Forscher und Planer trafen sich am 1.-2. Oktober im neuen Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum von Eberswalde. Zum ersten Mal fanden die Projektteams der Demonstrationsbauprojekte aus den Bereichen Neubau (EnBau) und Sanierung (EnSan) zu einem gemeinsamen Workshop zusammen. Diesmal lag der Fokus auf dem Thema „Nullenergiegebäude/Nullemissionsgebäude“. Neben einigen grundlegenden Referaten wurden verschiedene Nullenergie- bzw. Nullemissionskonzepte für Gebäude vorgestellt. Schließlich wurden verschiedene Themenstellungen in Arbeitsgruppen bearbeitet.
Ausführliche Beschreibung
Workshops haben in der Forschung eine gute Tradition. Sie sind im Forschungsschwerpunkt EnOB schon seit Jahren eine effektive Kommunikationsplattform. Mit diesen Treffen wird ein intensiver Austausch zwischen den für Planung, Performance-Audit, Betrieb und Betriebsoptimierung sowie projektübergreifende Evaluierung verantwortlichen Teams hergestellt. Nebenbei können die Forschergruppen vor Ort ein Modellprojekt direkt in Augenschein nehmen. Und immer werden einzelne Schwerpunktthemen bearbeitet.
In Eberswalde drehte sich alles um das Thema Nullenergie- /Nullemissionsgebäude. „Nullenergie“, „Nullemission“, „Plusenergie“, „Zero-Emission“, „Net-Zero-Energy“, „Zero Carbon“, „Carbon balanced“ – an Ambitionen und Begriffen mangelt es nicht. Doch sollten diese Gebäudekonzepte Ihren Anspruch auch nachvollziehbar einlösen, daher muss die Performance auf Basis klarer und plausibler Definitionen (messtechnisch) überprüfbar sein. Und genau darum geht es bei den EnOB-Modellprojekten. So beschäftigte sich die eine Arbeitsgruppe mit der Definition und dem Anforderungsprofil von Nullenergiegebäuden, die zweite diskutierte das Potenzial und die Einsatzbedingungen von neuen und bewährten Technologien für Nullenergiegebäude und die dritte Arbeitsgruppe analysierte das Thema aus einem stärker immobilien- und volkswirtschaftlichen Blickwinkel. Die Ergebnisse des Workshops werden derzeit aufgearbeitet und in Kürze auf dieser Website publiziert.
Die EnOB-Modellprojekte werden von einem gesonderten Forscherteam projektübergreifend begleitet und ausgewertet. Seit Mitte diesen Jahres wurde diese Aufgabenstellung einem neuen Team übertragen, das jetzt die Evaluierung für Neubau und Sanierung zusammenbringt. Der Workshop in Eberswalde bot dem neuen Begleitforschungsteam die Möglichkeit, sich und das gesteckte Arbeitspensum vorzustellen. Mehr Informationen dazu gibt es in Kürze in einer weiteren News.

