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03. Aug 2011 - Energieforschung mit neuem Programm

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Das Bundeskabinett hat heute das neue, nunmehr 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung verabschiedet.

Ausführliche Beschreibung

Mit der energiepolitischen Neuorientierung der letzten Monate ergeben sich auch neue Prämissen für die Energieforschung. Als Ergänzung zum neuen Energiekonzept legt die Bundesregierung deshalb jetzt das 6. Energieforschungsprogramm „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ vor. Es benennt die Leitlinien für die künftige Förderung des Bundes von Forschung und Entwicklung im Energiebereich, informiert über die vorrangigen Förderbereiche und gibt einen Überblick über die von den einzelnen Ressorts eingeplanten Fördermittel. Das Programm setzt auf vielen Feldern neue Akzente. Geplant ist auch, die ressortübergreifende Zusammenarbeit auf strategisch wichtigen Feldern zu intensivieren. Dies gilt insbesondere bei den Themen „Energiespeicher“, „Netze“ und „Solares Bauen – Energieeffiziente Stadt“. Die internationale Forschungszusammenarbeit soll ausgebaut und die Förderpolitik besser koordiniert und abgestimmt werden.

Die neuen Akzente im Einzelnen:

1. Strategische Fokussierung: Im Mittelpunkt stehen Technologien und Systeme, die für den Übergang Deutschlands zu einer nachhaltigen Energieversorgung wichtig sind: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeichertechnologien und Netztechnik, Integration der erneuerbaren Energien in die Energieversorgung und das Zusammenwirken dieser Technologien im Gesamtsystem.

2. Ressortübergreifende Zusammenarbeit: Auf ausgewählten, für die künftige Energieversorgung Deutschlands wichtigen Feldern werden die beteiligten Ressorts gemeinsame Förderinitiativen entwickeln. Eine enge und gut verzahnte Zusammenarbeit ermöglicht es, die in den jeweiligen Ressorts vorhandenen Kernkompetenzen besser zu bündeln, Synergievorteile zu realisieren und durch den konzentrierten Einsatz von Fördermitteln die notwendigen technologischen Durchbrüche zu erzielen. BMWi, BMU und BMBF haben bereits eine gemeinsame Förderinitiative „Energiespeicher“ ins Leben gerufen. Weitere Initiativen für die Bereiche „Netze“ und „Solares Bauen – Energieeffiziente Stadt“ werden folgen. An der Schnittstelle von Forschung und Innovation kommt bei der ressortübergreifenden Zusammenarbeit auch anderen Fachressorts eine entscheidende Rolle zu, wie das am Beispiel des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in seinen Aufgabenbereichen deutlich wird.

3. Internationale Kooperation: Technologieentwicklungen müssen heute immer stärker aus einer globalen Perspektive bewertet werden. Die Bundesregierung will hier die internationale Kooperation auf dem Gebiet der Energieforschung verstärken. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine bessere Vernetzung der Forschungsarbeiten innerhalb der Europäischen Union.

4. Mehr Abstimmung und Koordination: Hierfür wird die „Koordinierungsplattform Energieforschung“ ausgebaut. Durch eine optimierte Abstimmung und Koordination unter den beteiligten Ressorts soll ein möglichst hoher Mehrwert für den aus öffentlichen Mitteln bereitgestellten „Forschungs-Euro“ geschaffen werden. Die „Koordinierungsplattform“ soll auch zu einer besseren Zusammenarbeit mit den Bundesländern und den europäischen Förderinstitutionen genutzt werden.


Zusätzliche Informationen: