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Vakuumdämmung der zweiten Generation

Rahmenprojekt ViBau

Innovation 1: Vakuumdämmplatte mit Stufenfalzen an den Rändern. So können die Platten überlappend verlegt werden.

© va-Q-tec AG

Projektsteckbrief

Offizieller ProjekttitelEntwicklung hochdichter Hüllsysteme zum Einsatz preiswerter Füllmaterialien in Vakuumisolationspaneelen für das Bauwesen (HOSYMA)
Laufzeit01.04. 2006 bis 31.01.2010
Technologiestatus Pilotprojekt
Schwerpunkte

Projektbeschreibung

Bislang werden Vakuumisolationspaneele aus gepresstem Kieselsäurepulver hergestellt. Die in einem vorgelagerten Prozess hergestellten Stützkörper werden anschließend unter Vakuum in die Hochbarrierefolien verpackt und versiegelt. Lose Pulverschüttungen konnten bisher nicht verarbeitet werden. Dies hätte aber mehrere Vorteile, denn es ließen sich so auch preiswertere Materialien als Stützkerne verwenden, es wären auch spezielle Formkörper herstellbar und generell würde das Produktionsverfahren einfacher.

Daher sollte mit diesem Forschungsprojekt ein neues Herstellungsverfahren entwickelt werden, um auch pulverförmige Materialien direkt zu Vakuumdämmplatten verarbeiten zu können. Dadurch sollte zum einen das Herstellungsverfahren auf wenige Schritte reduziert und vereinfacht und zugleich Vakuum-Formkörper mit komplexen Geometrien möglich werden.

Fokus

Bei dem Projekt geht es also im Kern um die Integration der Verpressung von Pulverschüttungen in ein neues Fertigungsverfahren zur Herstellung von Vakuumdämmplatten. Es soll jetzt auch die Herstellung von speziellen Vakuum-Formkörpern ermöglichen, sie werden in dem Projekt ebenfalls entwickelt. Weil jedoch damit – insbesondere bei Verwendung von preiswerten Pulverschüttungen – die Anforderungen an die Robustheit und Dichtheit der Barrierefolien wachsen, werden auch verbesserte Umhüllungskonstruktionen untersucht.

Erfolge

Es wurde ein vereinfachtes Herstellungsverfahren für Vakuumdämmplatten entwickelt, das aufgrund der verringerten Komplexität eine deutliche Kostenreduktion erlaubt. Es entstand eine Pilotfertigungsanlage zur Verarbeitung von pulverförmigen Füllungen und Herstellung auch spezieller Formkörper. Erste Gebäude wurden als Demonstrationsobjekte mit den neuen, pulvergefüllten Vakuumdämmplatten ausgerüstet. Die Wärmeleitfähigkeit von Vakuumdämmplatten mit Kieselsäurepulverfüllung konnte gegenüber bisherigen Produkten noch einmal weiter gesenkt werden. Interessant ist auch die Möglichkeit, jetzt Strukturen in die Oberflächen der pulvergefüllten Paneele einpressen zu können. So sind beispielsweise auch zylinderförmig gebogene Vakuumdämmplatten oder Platten mit umlaufender Stufenfalz herstellbar.

Meilensteine

Nach Ende des Forschungsprojekts wird die Fertigungstechnik weiterentwickelt und zur Serienreife gebracht.

Anwendung

Das neue Produkt wird von der va-Q-tec AG unter den Namen „va-Q-plus B“ für Bauanwendungen und „va-Q-plus“ für weitere Einsatzmöglichkeiten wie Kühl- und Gefriergeräte angeboten.


Zusätzliche Informationen:

Projektleitung, F&E, Fertigung
va-Q-tec AG
Forschung, Simulation, Messtechnik
ZAE Bayern
Simulation Bauphysik
Hochschule für Technik - HfT Stuttgart
Beratung Bauphysik
Bauphysikbüro Kurz und Fischer GmbH
Entwicklung Fassadenintegration
Albert Hangleiter GmbH & Co. KG
Test Fassadenintegration
HasitTrockenmörtel GmbH
Kühlzellen
Pfeuffer GmbH
Metallpaneele
Bender - Stahl-Metallbau GmbH & Co. KG
Demoprojekte und Fassadentests
energie-tib gmbh