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Viermal »Gebäude der Zukunft«

  

Es ist ein kleines Haus, das Gebäude der Zukunft, besonders wenn es in München so direkt neben den riesigen Messehallen steht. Es war für die Messe BAU 2011 auf der Freifläche aufgebaut worden. Die Hochschule Rosenheim konnte damit im Hochschulwettbewerb Solar Decathlon Europe punkten und in diesem „architektonischen Zehnkampf“ einen viel beachteten zweiten Platz erreichen. Der „Sieger der Herzen“ in Madrid war auch in München ein echter Besuchermagnet für das Fachpublikum und für viele interessierte Laien.

Über 7.000 Fachbesucher aus aller Welt besichtigten das Haus und wurden von den Rosenheimer Decathleten durch das Gebäude geführt. Seinen individuellen Charakter erhält das Plusenergiegebäude durch die neuartige Zackenfassade, die sich vom Boden bis zur Traufe stufenlos verstellen lässt und so die Themen Sonnenschutz und Tageslichtsteuerung neu definiert. Auch die modulare Holzrahmenbauweise mit eigens entwickelter Holz-Stahl-Klebeverbindung ist eine Innovation aus Rosenheim. Das Gebäude wird überwiegend durch passive Maßnahmen gekühlt. Dazu wird in den kühlen Nachtstunden ein Wasserfilm über die leicht geneigten Solarmodule auf dem Dach geleitet. Über Wärmestrahlung und Verdunstungskühlung wird das Wasser um bis zu 10 Kelvin abgekühlt und in einem Speicher gesammelt. Tagsüber wird damit die Kühldecke betrieben.

Ausgangspunkt für die geführten Besichtigungen war ein Messestand in der benachbarten Halle C4, wo sich die Forschungsinitiative EnOB gemeinsam mit dem Veranstalter des Hochschulwettbewerbs Solar Decathlon Europe 2010, dem spanischen Wohnungsbauministerium, präsentierte. Die vier deutschen Teilnehmer des Wettbewerbs, die Hochschulen aus Stuttgart, Wuppertal, Berlin und eben auch die bestplatzierte deutsche Hochschule aus Rosenheim, zeigten die Modelle ihrer Gebäude, präsentierten Ihre Projekte in kleinen Präsentationen oder kurzen Filmen und beantworteten die vielen Fragen zu den visionären Gebäudeprototypen.

 

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie war Schirmherr der deutschen Wettbewerbsteilnehmer und hat die Hochschulprojekte im Rahmen der Forschungsinitiative EnOB gefördert. Zudem haben eine Vielzahl von Unternehmen die Teams mit Rat und Tat unterstützt. Alle vier Gebäude setzen auf neue Technologien und innovative Konzepte, die zum großen Teil im Rahmen der Forschungsinitiative EnOB erforscht und erprobt wurden. Alle Gebäude sind in Teamleistung entstanden und jeweils Ergebnis eines sehr intensiven Innovationsprozesses. Sie sind wichtige Bausteine auf dem Weg zum »Gebäude der Zukunft«.

 

» Viermal "Gebäude der Zukunft"

» Auf dem Weg zu klimaneutralen Gebäuden

» Abends von Brüssel nach Rosenheim

» Architektonischer Zehnkampf

» All-Electrical-World?

» Übersicht "Gebäude der Zukunft"


Zusätzliche Informationen:

SolarArchitektur hoch 4

In diesem Buch werden vier durch und durch innovative Gebäudeprototypen präsentiert. Auf 176 Seiten werden die Gebäudekonzepte in Text, Bild und zahlreichen Grafiken präsentiert und erläutert.

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SolarArchitektur hoch 4