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Architektonischer Zehnkampf

Am zweiten Tag der Veranstaltung präsentierten die Hochschulteams aus Berlin, Wuppertal, Stuttgart und Rosenheim ihre Wohnhausprojekte, mit denen sie sehr erfolgreich am Solar Decathlon Europe 2010 in Madrid teilgenommen hatten. Dieser europaweite Wettbewerb ist als architektonischer Zehnkampf konzipiert und zielt auf die Errichtung von Nullenergie- und Plusenergiegebäuden ab. In seiner Laudatio würdigte Prof. Manfred Hegger (TU Darmstadt) die hervorragenden Leistungen der Teams und im Einzelnen die Ergebnisse in den Teildisziplinen Architektur, Gebäudetechnik, Komfort und Nachhaltigkeit.
Studierende der vier Hochschulen stellten Ihre Plusenergiegebäude und die zugrundeliegenden Konzepte vor. Sie machten auch klar, wie viel man bei einem solchen, im Team absolvierten Innovationsprojekt fürs Leben lernen kann. Besonders beeindruckte Daniel Kurzius aus Rosenheim, als er die vom Rosenheimer Team bereits viele Monate vor dem Wettbewerb formulierte und damals von allen Studierenden unterschriebene Projektvision zitierte. Denn es wurde deutlich, wie weit gemeinsam entwickelte Visionen tragen und wie fest sie ein Team auf ein Ziel einschwören können.
2012 wird der Wettbewerb in seine zweite Runde gehen. Seit kurzem steht fest, dass sich zwanzig Hochschulen aus fünfzehn Ländern qualifizieren konnten. Darunter sind zwei deutsche Hochschulen: Studierende der Hochschule Konstanz und der RWTH Aachen werden sich 2012 in Madrid im architektonischer Zehnkampf messen. Die Kurzpräsentation der beiden Projekte im Rahmen dieser Veranstaltung konnte bereits verdeutlichen, dass im kommenden Jahr neue Schwerpunkte und spannende Gebäudekonzepte zu erwarten sind. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wird die Projekte der deutschen Wettbewerbsteilnehmer erneut unterstützen und im Rahmen der Forschungsinitiative EnOB fördern.

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