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ViBau: Vakuumisolation für Fassade und Verglasung
Vakuum ermöglicht einen sehr guten Wärmeschutz auf engstem Raum – das zeigt schon die gute alte Thermoskanne. Jetzt kommt das Vakuum in die Gebäudefassade: Platten aus mikroporöser Kieselsäure werden unter Vakuum in eine gas- und wasserdampfdichte Folie oder Edelstahlhülle gepackt. Diese Vakuum-Isolations-Paneele haben im evakuierten Zustand eine extrem geringe Wärmeleitfähigkeit. Ihre Dämmwirkung ist 5- bis 10-mal besser als die konventioneller Dämmsysteme. Die Vakuumdämmung benötigt bei gleicher Dämmwirkung also entsprechend geringere Dämmstoffstärken – ein großer Vorteil bei beengten Platzverhältnissen oder bei hohen Ansprüchen an den Wärmeschutz.
Die Vakuumdämmung bringt neue Materialien in das Bauwesen und erfordert zugleich neue Formen der Zusammenarbeit in Planung und Bauausführung. Das Bauen mit vorgefertigten Fassadenmodulen und Sandwich-Elementen ist ein Weg, die empfindlichen Hightech-Platten gut und sicher ins Gebäude zu bringen. Und was passiert, wenn dann der Heimwerker die Vakuumplatten anbohrt? Soweit sollte es erst gar nicht kommen, wenn die Systemanbieter die Wand richtig konstruiert haben. Dennoch müssen ggf. belüftete Vakuumplatten identifiziert und mit vertretbarem Aufwand ausgetauscht werden können. Entsprechende Konzepte und Prüfmethoden werden erarbeitet.
In ViBau arbeiten verschiedene Forschungsinstitute und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen an noch besseren und kostengünstigeren Kernmaterialien sowie an neuen Folien, Hüllen und Versiegelungstechniken. Die Wärmebrückeneffekte an der Rändern der Vakuumplatten sollen weiter verringert und die Haltbarkeit des Vakuums über 30 Jahre gesteigert werden. Gleichzeitig erproben Architekten, Planer und Unternehmen aus der Baubranche die praktische Anwendung im Bauprozess. Auch die Integration in konfektionierte Gebäudekomponenten wie Türen, Fassadenelemente oder Dämmplatten wird erforscht.
Eine neue Entwicklung sind Vakuumgläser. Verglasungen mit evakuiertem Scheibenzwischenraum könnten exzellente Wärmeschutzeigenschaften erreichen. Der Zielwert für das gesamte Fenster ist ein sehr ambitionierter Wärmedurchgangskoeffizient von 0,5 W/m²K.





