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BMWi-Wettbewerb „Energieoptimiertes Bauen 2009"

Die Forschungsinitiative EnOB hat am 1. Oktober 2008 den BMWi-Wettbewerb "Energieoptimiertes Bauen - Architektur mit Energie" ausgelobt. Hoher Komfort bei minimalem Energiebedarf, niedrige Betriebskosten und effiziente Technologien vereint in herausragender Architektur. Das waren die Maßstäbe für die gesuchten Projekte. Mit dem Wettbewerb, der mit insgesamt 100.000 Euro dotiert war, sollten innovative Bauherren, Architekten oder Fachingenieure aufgerufen werden, ihre Neubau- oder Sanierungskonzepte einzureichen und sich um das Preisgeld und eine mögliche Förderung als Modellvorhaben im Forschungsschwerpunkt „Energieoptimiertes Bauen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie(BMWi) zu bewerben.

 
Im Rahmen der Berliner Energietage wurden dann am 4. Mai 2009 die Preisträger präsentiert. Unter den insgesamt 59 eingereichten Beiträgen wurden zehn gleichrangige Preise vergeben. Die Preisträger werden auf dieser Seite im Einzelnen vorgestellt.

Broschüre

Ebenso ist eine 40-seitige Broschüre mit ausführlichen Informationen zum Wettbewerb und den Preisträgern kostenfrei erhältlich. 

A) Neubau Passivhaus-Hallenbad in Bamberg

Der Schwimmbad-Neubau in Bamberg hebt sich durch seine energiesparende Passivhaus-Bauweise von den üblicherweise sehr energieintensiven Hallenbädern in Deutschland ab. Der Passivhausstandard wurde erfolgreich auf den Bautyp eines Freizeitbades übertragen und so ein wichtiger Beitrag zum energieeffizienten Bauen geleistet. ... weiterlesen

 

B) Neubau Büro-Passivhaus Stiftung Waisenhaus Frankfurt

Ziel der Stiftung Waisenhaus in Frankfurt war es, mit dem Neubau ihres Bürohauses ein energieeffizientes und nachhaltiges Gebäude zu errichten. Dies ist in vorbildlicher und selbstverständlicher Weise ebenso gelungen, wie die gleichzeitige Schließung einer Baulücke in der Frankfurter Innenstadt.  ... weiterlesen

 

C) Neubau Betriebskindergarten Bayer Real Estate Monheim

Mit diesem Neubau soll die erste Kindertageseinrichtung in Deutschland mit einer über das Jahr ausgeglichenen und damit klimaneutralen Energiebilanz zu errichtet werden. Auf Grundlage des bereits im Gutachterverfahren anvisierten energetischen Standards des Passivhauses wurde im weiteren Planungsfortschritt das Ziel des CO2-neutralen Gebäudes entwickelt und definiert.  ... weiterlesen

 

D) Neubau Zentralgebäude Uni Leuphana in Lüneburg

Die Leuphana Universität Lüneburg plant die Verwirklichung eines klimaneutralen Campus. Das neue 14.000 m² große Zentralgebäude ist hierbei ein wesentlicher Baustein. Das Gebäude will auffallen, so wurde der entschiedene architektonische Entwurf in der Jury durchaus kontrovers diskutiert. Verständlich wird er als Bestandteil einer Hochschul-Markenstrategie. ...weiterlesen

 

E) Sanierung Altes Hallenbad in Heidelberg

Das langjährig leerstehende Stadtbad im Zentrum von Heidelberg wird durch ein differenziertes Nutzungskonzept hochwertig wiederbelebt. Der Gebäudebestand erhält durch gekonnt eingesetzte bauliche Ergänzungen eine zeitgemäße Neuinterpretation. Anspruchsvolle Architektur harmoniert mit anspruchsvoller Energietechnik. ...weiterlesen

 

F) Neubau Bildungszentrum Tor zur Welt in Hamburg

Das Bildungszentrum Tor zur Welt in Hamburg ist eingebunden in ein übergeordnetes stadträumliches Konzept. Die Gebäudehülle entspricht weitgehend dem Passivhausstandard. Notwendige Heizenergie wird CO2-neutral über eine Holzheizung bereitgestellt und via Nahwärme benachbarten Bestandsgebäuden zur Verfügung gestellt. Gebäude- und Energiekonzept sollen in besonderer Weise didaktisch für Bildungszwecke genutzt werden. ...weiterlesen

 

G) Sanierung eines Bergarbeiterhauses in Freiberg

Die Wandlung eines kleinen 500 Jahre alten, denkmalgeschützten Wohnhauses in ein Nullenergiehaus überzeugt durch ein schlüssiges Konzept ohne grundlegende Ansprüche des Denkmals zu negieren. Die vorgeschaltete, unbeheizte Erschließungszone befreit die historische Straßenfassade von einer ansonsten notwendigen energetischen Sanierung. Eine bauphysikalisch hochwertige Innendämmung, Kastenfenster und Wärmerückgewinnung senken den Heizwärmebedarf annähernd auf Passivhausniveau. ...weiterlesen

 

H) Neubau Candor Bioscience GmbH Büro- und Produktion in Wangen Allgäu

Die komplexe Nutzung aus Produktion, Schulung und Verwaltung wird in einem einfachen, kompakten Baukörper mit zwei Geschossen umgesetzt. Das Projekt will zeigen, wie im Gewerbebau den Herausforderungen mit modularen Bausystemen begegnet werden kann. Der hochwertige Dämmstandard, eine kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Wärme- und Kälteversorgung über Grundwasser und Wärmepumpe sollen in Verbindung mit einer Solarstromanlage eine ausgeglichene Energiebilanz bringen. ...weiterlesen

 

I) Neubau-Umbau Maschinenhaus zu Bürogebäude in Einbeck

Die Umnutzung eines Maschinenhauses in einen zeitgemäßen Verwaltungsbau erfolgt hier sowohl architektonisch als auch technisch überzeugend. 120 Büroarbeitsplätze entstehen über 4 Geschosse um ein zentrales Atrium gruppiert. Wärme und Kälte kommt über ein externes Biogas-Blockheizkraftwerk sowie aus der betrieblichen Abwärme und wird via Bauteiltemperierung im Gebäude verteilt. Das Raumklimakonzept wird durch eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung komplettiert. ...weiterlesen

 

J) Neubau Integratives Mehr-Generationen-Wohnen in Bochum

Um den zentralen Marktplatz als Mittelpunkt des stadträumlichen Konzeptes entsteht mit den Claudius-Höfen in Bochum ein neues städtisches Quartier auf einer ehemaligen, innenstadtnahen Industriebrache. Mit dem Anspruch einer Solarsiedlung soll urbanes, integratives und gleichzeitig ressourcenschonendes Wohnen realisiert werden. Solarthermische Anklagen unterstützen die Warmwasserbereitung und Heizung im Rahmen eines auf Fernwärme gestützten Nahwärmenetzes. ...weiterlesen

 


Zusätzliche Informationen:

InfoBox zum Wettbewerb

BMWi-Preis "Energieoptimiertes Bauen 2009 - Architektur mit Energie"

Auslober
Begleitforschungsteam der Forschungsinitiative EnOB, vertreten durch Prof. Voss (Wuppertal), Prof. Wagner (Karlsruhe), Prof. Grunewald (Dresden)

Bestellung & Download
Broschüre zum Wettbewerb
(print, 40 Seiten, auch als PDF, 4,1 MB)

Kurzübersicht der Preisträger
(PDF, 10 Seiten, 2,3 MB)

Jury
» Dietmar Riecks
(Banz + Riecks, Bochum)
» Prof. Karsten Voss 
(Universität Wuppertal)
» Dr. Knut Kübler (BMWi)
» Prof. Wolfgang Feist
(Universität Innsbruck / Passivhaus Institut)
» Christof Sänger (Züblin AG)
» Matthias Barthauer 
(Jones Lang LaSalle)

Chronik
4. 5. 2009 Preisverleihung
28. 4. 2009 Preisgericht
31. 3. 2009 Bewerbungsfrist
1. 11. 2008 Download Unterlagen
1. 10. 2008 Auslobung