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E+ Solar-Wohnen in Bremen

Flash ist Pflicht!

Auf neue Formen des Zusammenlebens reagiert der studentische Beitrag der Hochschule Bremen. In ihren drei Hausgruppen, die jeweils um einen zentralen Innenhof herum konzipiert sind, finden sich 2- und 3-geschossige Gebäude, die ganz unterschiedliche Lebensentwürfe in einer Siedlung vereinen. Neben Häusern, die auf ein Mehrgenerationenwohnen ausgelegt sind, gibt es auch Konzepte für Paare und Familien mit Kindern. Alle Entwürfe integrieren zudem eine hervorragende Dämmung mit gezielter solarer Nutzung.

 

So urteilte die Jury:

"Drei Hausgruppen sind jeweils um einen zentralen Innenhof angeordnet und bieten in 2 bis 3-geschossigen Gebäuden Wohnraum für verschiedene Familientypen. Zentrale Merkmale dieser Arbeit stellen die gezielte solare Nutzung im Bereich der transparenten Fassaden sowie der Integration von PV im Dach und Fassadenbereich dar. Die Planung wird ergänzt durch hervorragend gedämmte Außenbauteile, eine gezielte Zuluftführung über Erdwärmetauscher und die Wärmeerzeugung durch eine Pelletheizung mit Brennwerttechnik und zentralem Pufferspeicher. Das Konzept überzeugt durch seinen integralen Ansatz hinsichtlich seiner funktionalen, gestalterischen und energetischen Aspekte. In städtebaulicher Hinsicht zeigt das Projekt das Potenzial auf, energiepositive Wohngebäude auf der Basis von mittleren Dichten im städtischen Kontext zu realisieren. Es überzeugt auch durch seinen professionellen Durcharbeitungsgrad und die überzeugende Darstellung seiner Teilaspekte, wie Energiekonzept und architektonischer Ausdruck."

 

Gebäudekonzept

Für das im Inneren eines Wohnblocks gelegene Grundstück wird eine klar strukturierte städtebauliche Form entwickelt. Es wurden drei Hausgruppen gebildet, die jeweils einen Innenhof umschließen. Die Eingänge der gereihten Einfamilienhäuser sind zu diesem Hof hin orientiert. Daraus ergibt sich, dass für die eine Hälfte die Eingänge im Nordosten und die Gärten im Südwesten liegen, für die andere Hälfte entsprechend umgekehrt. Die drei Hausgruppen werden über eine begrünte Erschließungszone erschlossen. Hier befinden sich auch die PKW-Stellplätze. Der Entwurf beinhaltet insgesamt 6 Gebäudetypen die sich durch ihre Art der Nutzung unterscheiden. Insgesamt befinden sich in einer Hausreihe 8 Häuser. Jeweils an den Ecken einer Hausgruppe befinden sich Mehrgenerationenhäuser.

Die Gebäude haben 2 Vollgeschosse und ein zurückgesetztes Dachgeschoss, so dass sich im 2. OG jeweils eine Dachterrasse ergibt. Jedes der Reihenhäuser verfügt über zwei außenliegenden Abstellräume, der z. B. für Müll oder zur Gartenseite für Geräte genutzt werden kann. An die Schmalseiten der Höfe sind jeweils 2 Technik/Fahrradkeller/Funktionsräume angeschlossen.

 

Energiekonzept

Die Gebäude verfügen über Lüftungsanlagen, wobei sich das Lüftungsgerät im Erdgeschoss befindet. Die Ansaugung der Frischluft erfolgt über einen 20 m langen Erdwärmetauscher. Die Zuluft wird über Weitwurfdüsen in die Aufenthaltsräume geführt. Das Rohrnetz ist sehr kompakt, da die Zulufträume und die Ablufträume (Küche, Bad, WC) Abstellraum räumlich optimiert zueinander angeordnet sind. Das Lüftungsgerät befindet sich platzsparend im Abstellraum unter der Decke.

Die Heizwärme wird für die gesamte Reihenhauszeile durch eine Heizzentrale bereitgestellt, die im Technikraum nahe zur Straße positioniert ist. Die Pelletheizung wird von einem 1.500 Liter Pufferspeicher unterstützt. Auf dem Dach wird eine aufgeständerte Photovoltaik-Anlage mit einer Fläche von 40,32 m² je Einzelhaus vorgesehen.

 


Zusätzliche Informationen:

Gebäudekenndaten

Gebäudetyp: Neubau Wohngebäude
Bezugsfläche: je 122 m2 (NGF)
Primärenergiebedarf:
54,5 kWh/m2a
A/V-Verhältnis: 0,46 1/m