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Architektur mit Energie - BMWi-Preis 2011

Flash ist Pflicht!

 
Zum zweiten Mal nach 2009 hat das BMWi in diesem Jahr den Preis „Architektur mit Energie“ vergeben. Der Wettbewerb richtete sich in erster Linie an bereits projektierte Bauvorhaben, die mit hoher Architekturqualität und minimalem Energiebedarf Maßstäbe setzen. Bei der Ausschreibung des Wettbewerbs im Rahmen der Fachmesse BAU 2011 im vergangenen Januar in München wurde der Fokus auf Beurteilungskriterien wie Energieeffizienz und Klimaneutralität, Idee und Innovation, Energiekonzept im städtebaulichen und architektonischen Kontext, die Architekturqualität sowie Vorbildfunktion, Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit des Lösungsansatzes gelegt.
 

Am 19. Mai 2011 tagte die Jury und nach intensiver Beratung und Diskussion wurden im Bereich projektierter Bauvorhaben vier Preise, zwei Anerkennungen und zwei lobende Erwähnungen vergeben. Im Bereich studentischer Arbeiten gab es zwei Preise, eine Anerkennung und eine lobende Erwähnung.

Erfahren Sie im Folgenden mehr über die einzelnen Beiträge.

Die Preisträger

Deutsche Schule Madrid

Die Wiederentdeckung traditioneller Baumethoden trifft in Madrid auf organische Formen: Die Planer der Deutschen Schule in Madrid arbeiteten unter der Maßgabe, dass Schulgebäude zukunftsweisend seien und eine Schlüsselposition für Baukultur und Nachhaltigkeit einnehmen. Neben der energetischen Nachhaltigkeit des Gebäudes stand auch der soziale Aspekt im Vordergrund – die Schule soll ihre Aufgabe als prägendes Lebensumfeld der Schüler auch in ästhetischer Hinsicht erfüllen. ... weiterlesen

 

Elbarkaden Hamburg

Der Gebäudekomplex „Elbarkaden“ ist ein wichtiger Teil des derzeit grössten Stadtentwicklungsprojekts in Europa – der HafenCity Hamburg. Die privilegierte Lage an der Wasserkante des Magdeburger Hafens, die umgebende historische Speicherstadt sowie die Forderung nach einem umfassend nachhaltigen Gebäude bestimmen den Entwurf. Neben der Deutschland-Zentrale von Greenpeace und Ateliers für den ‚Designxport’, sollen auch vielfältige Wohnungen verwirklicht werden. Diese dreifache Nutzung wird schon von außen erkennbar sein und die architektonischen Ansprüche an die exklusive Lage erfüllen helfen.  ... weiterlesen

 

Heizwerk Erfurt

Die Attraktivität eines alten Heizwerkes beizubehalten und gleichzeitig innovative Wege in der Umnutzung solcher Gebäude zu gehen, dies ist den Planern, die am Heizwerk in Erfurt arbeiteten überzeugend gelungen. Mit einem Haus-im-Haus-Konzept wurde dem Denkmalschutz Rechnung getragen und die Patina des alten Mauerwerks als Charakter des Gebäudes erhalten. Zentrales Element des Energiekonzepts ist eine Adsorptions-Wärmepumpe, die über Fernwärme in Kombination mit einer Solarthermieanlage beliefert wird.  ... weiterlesen

 

Studentenwohnanlage Wuppertal

„Flexible Wohnnutzung“ und „Nachhaltiges Bauen“ waren die Projektziele, die bei der Planung der Studentenwohnanlage Ostersiepen in Wuppertal im Fokus standen. Mit der Erweiterung der Wohnanlage reagiert das Hochschul-Sozialwerk auf die erwartbar steigenden Studentenzahlen der kommenden Jahre. Ob diese gestiegene Anfrage langfristig bestand hat, ist dabei noch nicht abzusehen. Deshalb wurde bei der Konzeption auf durchlässige Grundrisse für eine vielfältige Nutzung gesetzt. ...weiterlesen

 

Preisträger Studierende

Kontorhaus Holzbrücke Hamburg

Wie bei der energetischen Sanierung eines Verwaltungsgebäudes Energieeffizienz mit ästhetisch überzeugenden Mitteln erreicht werden kann, zeigt der studentische Entwurf für das Kontorhaus „Tilting Shell“ in Hamburg. In die Fassade integrierte Photovoltaik sorgt ebenso wie Sonnen- und Schallschutzelemente für eine deutliche Aufwertung des Erscheinungsbildes. Ein Clou des Energiekonzepts ist die hauseigene Wasseraufbereitungsanlage, welche die Nutzung von Regenwasser möglich macht. ...weiterlesen

 

E+ Solar-Wohnen in der Stadt Bremen

Auf neue Formen des Zusammenlebens reagiert der studentische Beitrag der Hochschule Bremen. In ihren drei Hausgruppen, die jeweils um einen zentralen Innenhof herum konzipiert sind, finden sich 2- und 3-geschossige Gebäude, die ganz unterschiedliche Lebensentwürfe in einer Siedlung vereinen. Neben Häusern, die auf ein Mehrgenerationenwohnen ausgelegt sind, gibt es auch Konzepte für Paare und Familien mit Kindern. Alle Entwürfe integrieren zudem eine hervorragende Dämmung mit gezielter solarer Nutzung. ...weiterlesen

 

Anerkennungen

Peter Backwaren Essen

Moderne Bäckereien sind geprägt durch den intensiven Einsatz von Heiz- und Kühlaggregaten. Bei diesem Projekt wurde bereits in der Konzeptionsfindung die günstigste Kombination von Baustruktur, Technik und Energieaufwand mittels 3D-Simulationstechniken gesucht. Die Planung in einem interdisziplinär besetzten Team ermöglichte es, schnell das Ziel der rationellen und energiesparenden Produktionsstätte unter der Maxime Umweltschutz zu erreichen. ...weiterlesen

 

Kindertageseinrichtung Bochum

Die Kindertagesstätte in Bochum soll ein Nullemissionsgebäude werden. Die Zielsetzung war zudem weiter ambitioniert: Nullemission in der Jahresbilanz, Versorgung ohne fossile Energieträger und eine Unterschreitung der Vorgaben der EnEV 2009. Zur Erreichung dieser Ziele wurden Konzepte für eine Tageslichtoptimierung, die Wärmeversorgung über Geothermie sowie eine passive Kühlung entwickelt. ...weiterlesen

 

Anerkennung Studierende

Sanierung Roncalli Kolleg, München

Wenn man das Studentenwohnheim in der Münchener Nymphenburger Straße anschaut, dann kommt schon der Wunsch nach einer umfassenden Sanierung auf: Neben einer ästhetischen Aufwertung hat der studentische Entwurf der Hochschule München in diesem Sanierungsprojekt aber ganz klar auch energetische Ziele. Die Aufrüstung mit einer modernen Lüftungsanlage, eine erstklassige Dämmung sowie der Einsatz einer Photovoltaikanlage sind die Bestandteiles des Sanierungskonzepts. ...weiterlesen

 

Lobende Erwähnungen

Smart Material Houses Hamburg

Der kühne Entwurf der Münchener Architekten führte zu kontroversen Diskussionen in der Jury: Ist die Umsetzung des ambitionierten Verschattungskonzeptes mit begrünter Fassade und innenliegenden PCM-Vorhängen für den Wohnungsbau tragbar? In jedem Fall ist der Ansatz, die Fassade ins Zentrum des Energiekonzepts zu stellen, ein mutiger und somit lobenswerter Ansatz, der die Smart Material Houses zu einem aufsehenerregenden Entwurf machen. ...weiterlesen

Plusenergie-Kinderhaus Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Das Bewusstsein für energieeffiziente Gebäude ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Innerhalb der Gemeinde entstand daher der Wunsch, mit dem neuen Kinderhaus ein Beispiel zu setzen und ein Gebäude mit Signalwirkung zu errichten. Hierbei stehen neben höchster Energieeffizienz auch die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit besonders im Vordergrund. Infolgedessen hat sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt, ein Plus-Energie-Gebäude planen und errichten zu lassen, das, soweit möglich und sinnvoll, aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen besteht. ...weiterlesen

 

Lobende Erwähnung Studierende

Kunst- und Musikschule Wuppertal

Auch im Entwurf der Wuppertaler Studenten zeigt sich der Wunsch, neueste Bautechnologie mit baukulturellem Erbe zu verbinden, alte Fassaden zu schützen und mit frischem Innenleben zu füllen. Das seit 1990 leerstehende Fabrikgebäude soll mit seinem Charme erhalten bleiben und zu einer Kunst- und Musikschule, mitsamt ihren vielfältigen Anforderungen umgenutzt werden. Charakteristisch für den Entwurf sind eingeschobene Boxen, die das Gebäude gliedern. ...weiterlesen

 


Zusätzliche Informationen:

Alles zum Thema Nullenergie

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»Nullenergie, Plusenergie – Klimaneutrale Gebäude im Stromnetz 2.0«
 

1. Nullenergiegebäude als gebaute Realität - drei Nullenergieprojekte im Portrait

2. Internationale Projekte zum klimaneutralen Wohnen und Arbeiten - IEA-Projekt »Towards Zero Energy Solar Buildings«

3. Architektur-Wettbewerb für Nullenergieprojekte - BMWi-Preis »Architektur mit Energie 2011«

4. Plusenergiegebäude im europäischen Hochschulwettbewerb - vier deutsche Beiträge im Solar Decathlon Europe 2010

 

Wettbewerbshistorie

18.01.: Auslobung auf der BAU 2011 in München

31.01.: Teilnehmerunterlagen

01.04.: Abgabefrist für die einzureichenden Unterlagen

19.05.: Jurysitzung

18.07.: Preisverleihung im BMWi